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Hier werde ich nach und nach nützliche Tipps und Informationen zum Thema Artemia veröffentlichen. Da ich selber noch Anfänger bin, wird hier noch nicht so viel zu finden sein, da ich nur eigene Erfahrungen schildern werde und ich nicht von anderen  Seiten abschreiben möchte (ich habe empfehlenswerte Seiten unter Links zusammengestellt).


Erde als Bodengrund
Artemia schwimmen normalerweise frei im Wasser umher. Trotzdem habe ich bei meinen Aufzuchten festgestellt, dass sich ein guter Bodengrund positiv auf die Tiere auswirkt.
Keine guten Erfahrungen habe ich mit schwarzem Bodengrund von Vitakraft gemacht. Der sah sehr schön aus, hatte aber metallische Bestandteile, was zu Rostflecken geführt hat. Leider sind alle Tiere  daran gestorben (Tagebuch).
Mit Seramis  habe ich auch experimentiert. Dort wuchsen sehr schnell Algen darauf. Allerdings haben die Tiere nicht sehr lange überlebt. Ich bin mir nicht sicher, was die Ursache war, aber ich vermute, es lag daran, dass es lebender Nachwuchs war, den ich einfach umgesiedelt habe. Die Tiere waren möglicherweise nicht an das andere Wasser angepasst. Bei Gelegenheit werde ich nochmal einen Versuch mit einen komplett neuen Ansatz starten, um dies zu prüfen.
Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit lehmiger, ungedüngter Gartenerde gemacht. Die Erde ist fast frei von Schadstoffen und sehr fein. Die Artemia wühlen sehr gerne darin. Die Sterblichkeit frisch umgesetzter Nauplien war extrem niedrig, die Tiere haben sich gut entwickelt. Ich nehme an, der Boden fördert gesunde Bakterien, die die Wasserqualität stabilisieren und ausserdem als Nahrung für die Artemia dienen (Tagebuch).
Steine eignen sich ebenfalls, wenn diese eine grobe, rauhe Oberfläche haben, die viel Oberfläche für gute Bakterien bildet.


Was sollte man beachten, wenn man den Kosmos-Kasten "Salzkrebschen" (ehemals "Salzkrebschen-Farm") hat?
Leider ist dieses Aufzucht-Set alles andere als optimal. Immerhin gibt es Verbesserungen gegenüber der alten Salzkrebschen-Farm, aber die Hauptprobleme bestehen weiterhin. Auch die Anleitung ist nicht so toll. Trotzdem kann man auch mit mit diesem Set gute Ergebnisse erzielen, wenn man ein paar Dinge beachtet:
  • die kleinen Becken sollten möglichst nur zum Schlupf verwendet werden. Danach sollte man die Tiere in ein grösseres Gefäß (hier reicht ein Gurkenglas mit 0,5 l, etwas grösser ist jedoch besser, ideal sind die sogenannten Faunaboxen aus dem Zoohandel, die es ab 1 Liter Grösse gibt) umsiedeln. Dort schwanken Temperatur und Salzgehalt nicht so stark, was den Tieren gut tut. Und sie haben natürlich auch mehr Platz, und schöner aussehen tut es allemal. Ausserdem wird man so die hässlichen Eierschalen los, die zudem das Wasser verderben können, wenn sie anfangen, sich zu zersetzen (Bakterien!). Das im neuen Kasten enthaltene Becken kippt durch die hohe Form ausserdem schnell um
  • im Kosmos-Kasten ist leider immer noch nicht genügend Salz enthalten, besonders wenn man all die Experimente machen möchte (aber schon mehr als im alten Kasten). Als Ersatz kann man jodfreies und trennmittelfreies Speisesalz verwenden. Wer seinen Tieren etwas gutes tun will, kauft Salz für Meerwasseraquarien. Es gibt auch Spezialsalz für Artemia, aber das ist nochmal teurer als das Meersalz und bringt meiner Meinung nach keine Vorteile
  • für die erste Zeit nach dem Schlupf ist das Futter aus dem Kosmos-Kasten nicht geeignet, und die Tiere leben leider nicht so lange aus ihren eigenen Vorräten, wie es in der Anleitung beschrieben ist. Gut geeignet ist Liquidzell, ein Flüssigfutter. Man sollte spätestens am 3. Tag nach dem Schlupf vorsichtig füttern (im Gurkenglas etwa 1 Tropfen / Tag). Das Futter aus dem Kosmos-Kasten dosiert man am besten wie folgt: alle 1-2 Tage ganz wenig füttern. Zur Dosierung hat sich ein Zahnstocher bewährt: man füttert so viel, wie auf die Spitze des Zahnstochers passt.
  • wenn man noch keinen Kosmos-Kasten hat, sollte man überlegen, ob man nicht lieber ein Artemia-Set im Internet (z.B. hier) kauft, die sind in der Regel besser zusammengestellt und billiger als ein Kosmos-Kasten. Die meisten Anbieter liefern auch eine ausführliche Aufzuchtanleitung.

Tiere und Pflanzen/Algen, die sich mit Artemia vertragen
Oft wird behauptet, dass man Artemia alleine halten muss. Ich habe nun  einen kleinen Versuch gestartet und habe eine Meerwasser-Alge (Darmtang) ins Artemia-Aquarium gegeben. Der Darmtang lebte vorher im Wattenmeer der Nordsee, in einem Tümpel, der täglich 2 mal von der Flut überflutet wird und dazwischen mehrere Stunden in der Sonne brütet. Also eine Umgebung, in der sich die Bedingungen (Salzgehalt, Sauerstoffgehalt, Temperatur) mehrmals am Tag extrem verändern. Der Darmtang sieht sehr hübsch aus und verträgt sich gut mit den Artemia.
Versehentlich habe ich mit dem Darmtang auch für weitere Mitbewohner in einem Aquarium gesorgt. Kleine Wattschnecken, 2 an der Zahl, besiedeln nun mein eines Aquarium gemeinsam mit den Artemia. Auch hier scheint es keine Probleme zu geben. In der Galerie findet Ihr Bilder sowohl vom Darmtang als auch von den Wattschnecken.

Reinigen der Scheiben
Ich habe zunehmend mehr Algen auf der Innenseite der Vase, die mir den Blick auf die Tiere versperren. Um die Algen zumindest teilweise zu entfernen, hat folgendes gut geklappt: Ich habe ein Q-Tipp in der Mitte durchgeschnitten, und dann auf einen Schaschlik-Spiess gesteckt. Dann habe ich damit von innen die Scheibe geputzt. Ein Q-Tipp reicht nicht aus, aber das Glas wird schön sauber, und es haben sich auch keine Flusen etc. vom Q-Tipp gelöst. Ich kann die Methode mit gutem Gewissen (aber ohne Gewähr!) weiter empfehlen.
Die Algen an der Scheibe in meinem Kunststoff-Aquarium entferne ich mit einem Spatel, der bei einer Packung Enthaarungscreme dabei war. Funktioniert wunderbar, eine breite, weiche Gummilippe wird problemlos mit den Algen fertig und verkratzt die Scheiben nicht.

Trockenhefe als Futter
Als Zusatzfutter für die Artemia hat sich Trockenhefe bewährt. Wenn man nicht sowieso welche im Küchenschrank hat, gibt es die in jedem Supermarkt in der Back-Abteilung.
Hefe ist gesund für die Tiere, muss aber sehr vorsichtig dosiert werden, damit das Wasser nicht verdirbt. Ich gehe wie folgt vor: in ein kleines Schälchen (Uhrglas oder ähnliches, oder ein Esslöffel) gebe ich ein paar dieser Krümel (ca. 10), dann nehme ich mit einer Pipette ein paar Tropfen Wasser aus dem Artemia-Becken, tropfe es auf die Hefe und rühre mit einem Zahnstocher so lange um, bis sich die Hefe zumindest teilweise aufgelöst hat. Dann gebe ich diese Lösung mit der Pipette ins Becken. Meine Artemia bekommen einmal die Woche so eine Portion Hefe.

Preiswerte Schlupfbecken
Es ist empfehlenswert, die Artemia-Eier in einem extra Schlupfbecken schlüpfen zu lassen und sie dann in das endgültige Becken umzusetzen. Als preiswertes Schlupfbecken bieten sich Dosen an, in denen man z.B. Kartoffelsalat kaufen kann. Mit 500 ml Fassungsvermögen sind sie gross genug, standfest und einigermassen durchsichtig. Wer also sowas regelmässig im Kühlschrank hat, kann  die Behälter anschliessend für seine Zucht weiter verwenden.